Die DNA moderner Roboter: Komponenten, die bewegen
Leistungsfähige Robotik beginnt mit den richtigen Komponenten. Wie TOPAS die Robotik versorgt.
Der Begriff „Roboter“ bezeichnet heute eine programmierbare Maschine, die selbstständig oder teilautonom Aufgaben ausführt. Sprachlich geht das Wort jedoch auf das tschechische „robota“ zurück, was so viel wie Frondienst, Zwangsarbeit oder schwere Arbeit bedeutet. Geprägt wurde der Begriff 1920 vom Schriftsteller Karel Čapek in seinem Theaterstück „R.U.R. – Rossum’s Universal Robots“. Darin waren Roboter künstlich geschaffene Arbeitswesen, die den Menschen dienen sollten – ein Motiv, das die Diskussion über Technik, Arbeit und Verantwortung bis heute prägt.
Die Geschichte des Roboters
Die Idee automatischer Maschinen ist allerdings deutlich älter als der Begriff selbst. Schon in der Antike entwickelten Ingenieure wie Heron von Alexandria mechanische Automaten, die sich mithilfe von Gewichten, Wasser oder Dampf bewegten. Im Mittelalter und in der frühen Neuzeit entstanden kunstvolle Uhrwerke und Figurenautomaten, etwa mechanische Tiere oder musizierende Puppen, die vor allem der Unterhaltung und Demonstration technischen Könnens dienten.
Mit der Industrialisierung im 18. und 19. Jahrhundert rückte Automatisierung stärker in den Produktionskontext. Webstühle, Dampfmaschinen und später elektromechanische Steuerungen legten den Grundstein für Maschinen, die Arbeitsprozesse teilweise selbstständig ausführten. Dennoch fehlte noch die Flexibilität, die wir heute mit Robotern verbinden.
Der eigentliche Durchbruch der Robotik begann im 20. Jahrhundert. In den 1950er-Jahren entwickelte der US-Ingenieur George Devol den ersten programmierbaren Industrieroboter. Gemeinsam mit Joseph Engelberger wurde daraus der „Unimate“, der ab 1961 in der Automobilproduktion eingesetzt wurde. Dieser Schritt markiert den Beginn der modernen Industrierobotik: Maschinen, die wiederholbare Aufgaben präzise und zuverlässig ausführen konnten.
In den folgenden Jahrzehnten hielten Roboter Einzug in immer mehr Industriebereiche. Fortschritte in Elektronik, Sensorik und Computertechnik machten sie schneller, genauer und vielseitiger. Ab den 1990er-Jahren kamen verstärkt Servoantriebe, digitale Steuerungen und vernetzte Systeme zum Einsatz, wodurch Roboter flexibler programmierbar wurden.
Heute stehen wir in einer neuen Phase der Robotik. Kollaborative Roboter, autonome mobile Systeme und KI-gestützte Roboter können ihre Umgebung wahrnehmen, auf Veränderungen reagieren und sicher mit Menschen zusammenarbeiten. Roboter sind damit nicht mehr nur starre Maschinen für abgeschottete Fertigungszellen, sondern vielseitige Helfer in Industrie, Logistik, Medizin und Service.
Zusammengefasst beschreibt der Begriff „Roboter“ eine lange Entwicklung: von frühen mechanischen Automaten über die industrielle Automatisierung bis hin zu intelligenten, vernetzten Systemen. Die Geschichte der Roboter ist eng mit dem menschlichen Wunsch verbunden, Arbeit zu erleichtern – und spiegelt zugleich unseren verantwortungsvollen Umgang mit Technik wider.
Der Roboter in der deutschen Industrie
Roboter sind daher ein absolutes Trendthema in der deutschen Industrie und längst mehr als nur ein Zukunftsversprechen. In immer mehr Produktionshallen gehören Industrieroboter heute zum festen Bestandteil der Wertschöpfung. Deutschland nimmt dabei eine führende Rolle ein: Kaum ein anderes europäisches Land setzt so konsequent auf Automatisierung und Robotik, um seine industrielle Wettbewerbsfähigkeit zu sichern.
Ein zentraler Treiber ist der steigende Kostendruck bei gleichzeitig hohen Qualitätsanforderungen. Roboter ermöglichen gleichbleibend präzise Ergebnisse, hohe Wiederholgenauigkeit und eine effiziente Serienfertigung – rund um die Uhr. Besonders in der Automobil-, Metall-, Elektro- und Maschinenbauindustrie sind sie nicht mehr wegzudenken. Gleichzeitig helfen sie, monotone, körperlich belastende oder gefährliche Tätigkeiten zu übernehmen und entlasten so die Mitarbeitenden.
Hinzu kommt der zunehmende Fachkräftemangel. Viele Unternehmen sehen in Robotik eine pragmatische Antwort auf fehlendes Personal und demografische Veränderungen. Moderne Systeme sind heute deutlich flexibler als frühere Generationen: Kollaborative Roboter, sogenannte Cobots, arbeiten sicher Seite an Seite mit dem Menschen und lassen sich vergleichsweise einfach in bestehende Prozesse integrieren. Das senkt Einstiegshürden – auch für kleine und mittelständische Betriebe.
Darüber hinaus entwickelt sich Robotik zunehmend in Richtung intelligenter, vernetzter Systeme. In Kombination mit Sensorik, KI und Datenanalyse entstehen Produktionsumgebungen, die sich an veränderte Bedingungen anpassen können. Damit wird Robotik nicht nur zu einem Werkzeug der Automatisierung, sondern zu einem strategischen Faktor für die digitale Transformation der Industrie.
Insgesamt zeigt sich klar: Roboter sind kein kurzfristiger Hype, sondern ein nachhaltiger Trend in der deutschen Industrie. Sie stehen für Produktivität, Qualität und Zukunftsfähigkeit – und werden in den kommenden Jahren eine noch zentralere Rolle in industriellen Wertschöpfungsketten spielen.
Aufbau von Robotern
Ein Roboter ist grundsätzlich aus mehreren funktionalen Einheiten aufgebaut, die gemeinsam präzise, wiederholbare und automatisierte Bewegungen ermöglichen. Unabhängig davon, ob es sich um einen klassischen Industrieroboter oder einen kollaborativen Roboter handelt, lassen sich die folgenden Kernbereiche unterscheiden:
Die mechanische Struktur bildet das „Skelett“ des Roboters. Sie besteht aus dem Roboterarm, den Gelenken und den Achsen, die die Beweglichkeit im Raum definieren. Anzahl und Anordnung der Achsen bestimmen, wie flexibel der Roboter arbeiten kann und welche Arbeitsräume er erreicht.
Das Antriebssystem sorgt für die Bewegung der mechanischen Struktur. Hier kommen je nach Bauart elektrische Servomotoren, seltener pneumatische oder hydraulische Antriebe zum Einsatz. Getriebe, Riemen oder Spindeln übertragen die Kraft und ermöglichen präzise Positionierungen.
Die Sensorik liefert dem Roboter Rückmeldungen über seinen Zustand und seine Umgebung. Positions- und Wegsensoren überwachen die Achsbewegungen, Kraft- und Drehmomentsensoren erfassen Belastungen, und zusätzliche Sensoren wie Kameras oder Laserscanner erlauben Orientierung, Objekterkennung oder sichere Mensch-Roboter-Interaktion.
Die Steuerung ist das „Gehirn“ des Roboters. Sie verarbeitet Sensordaten, berechnet Bewegungsabläufe und steuert die Antriebe in Echtzeit. In der Steuerung sind auch Sicherheitsfunktionen, Kommunikationsschnittstellen und oft die Roboterprogrammiersprache integriert.
Die Energieversorgung stellt die notwendige Leistung bereit. In der Industrie erfolgt dies meist über elektrische Versorgung, ergänzt durch Pneumatik oder Hydraulik für spezielle Funktionen. Sie umfasst Netzanschluss, Leistungselektronik und Schutzkomponenten.
Das Werkzeug oder Endeffektor ist die Arbeitseinheit des Roboters. Je nach Aufgabe kann dies ein Greifer, Schweißbrenner, Schrauber, Dosiersystem oder Messkopf sein. Der Endeffektor macht den Roboter erst zu einem produktiven Werkzeug für eine konkrete Anwendung.
Zusammengefasst besteht ein Roboter aus Mechanik, Antrieb, Sensorik, Steuerung, Energieversorgung und Endeffektor. Erst das abgestimmte Zusammenspiel dieser Funktionseinheiten ermöglicht den zuverlässigen Einsatz von Robotern in industriellen Anwendungen.
Einsatz elektronischer Bauelemente
Für den Aufbau und Betrieb eines Roboters werden zahlreiche elektronische Bauelemente benötigt, die sich den funktionellen Einheiten zuordnen lassen. Sie bilden das technische Rückgrat zwischen Mechanik, Software und Energieversorgung.
Im Steuerungs- und Rechenbereich kommen vor allem Mikrocontroller, Mikroprozessoren oder Industrie-CPUs zum Einsatz. Sie führen die Bewegungsalgorithmen aus, verarbeiten Sensordaten und übernehmen die Kommunikation mit übergeordneten Systemen. Ergänzt werden sie durch Speicherbausteine wie Flash-, RAM- und EEPROM-Bausteine zur Ablage von Programmen, Parametern und Prozessdaten.
Für die Leistungselektronik sind Leistungshalbleiter entscheidend. Dazu gehören IGBTs, MOSFETs oder zunehmend Wide-Bandgap-Halbleiter wie SiC- und GaN-Bauelemente, die Motoren effizient schalten und regeln. In Motorumrichtern und Servoreglern werden diese Bauteile mit Gate-Treibern, Leistungsdioden, Shunts und Stromsensoren kombiniert.
Die Sensorik eines Roboters basiert auf einer Vielzahl elektronischer Komponenten. Typisch sind Encoder und Resolver zur Positionsbestimmung, Hall-Sensoren für Drehzahl- und Strommessung, Kraft- und Drehmomentsensoren, sowie optische Sensoren und Kameramodule für Bildverarbeitung. Diese Sensoren benötigen oft Signalaufbereitungsschaltungen, bestehend aus Operationsverstärkern, Filtern und A/D-Wandlern.
Im Bereich der Kommunikation werden Industrie-Schnittstellenbausteine eingesetzt, etwa für EtherCAT, PROFINET, CAN, RS-485 oder IO-Link. Sie ermöglichen den schnellen und zuverlässigen Datenaustausch zwischen Steuerung, Antrieben, Sensoren und externen Systemen.
Die Energieversorgung stützt sich auf Netzteile, DC/DC-Wandler, Spannungsregler, und Schutzschaltungen. Sie sorgen dafür, dass alle Baugruppen stabil und sicher mit der benötigten Spannung und Leistung versorgt werden – vom Steuerungsboard bis zum Motorantrieb.
Nicht zuletzt spielen Sicherheits- und Schutzbauelemente eine zentrale Rolle. Dazu zählen Sicherheits-Controller, redundante Überwachungsbausteine, Relais, Optokoppler, Sicherungen und Überspannungsschutzbauteile, die den sicheren Betrieb und die Einhaltung industrieller Normen gewährleisten.
In Summe besteht die Elektronik eines Roboters aus einer Kombination aus Rechen-, Leistungs-, Sensor-, Kommunikations- und Versorgungskomponenten. Erst das präzise Zusammenspiel dieser elektronischen Bauelemente macht moderne, leistungsfähige und sichere Robotersysteme möglich.
Steuerungs- und Rechenbereich
Die Digi-ConnectCore-System-on-Modules (SoMs) eignen sich sehr gut für den Einsatz in modernen Robotikanwendungen, insbesondere als zentrale Rechen- und Kommunikationsplattform. Sie integrieren leistungsfähige ARM-Prozessoren, Arbeitsspeicher und Flash in einem kompakten, industrietauglichen Modul und reduzieren damit den Entwicklungsaufwand erheblich. Durch ihre Auslegung für den 24/7-Betrieb, erweiterte Temperaturbereiche und lange Produktverfügbarkeit erfüllen sie wichtige Anforderungen industrieller Robotik.
In einer Roboterarchitektur übernehmen solche SoMs typischerweise übergeordnete Aufgaben wie Bewegungsplanung, Koordination mehrerer Achsen, Sensorfusion, Bildverarbeitung, Mensch-Maschine-Schnittstellen oder die Vernetzung mit Leitständen, Edge-Systemen oder Cloud-Plattformen. Unterstützte Betriebssysteme wie Embedded Linux ermöglichen den Einsatz moderner Software-Stacks, Middleware und KI-Frameworks.
Für zeitkritische Funktionen wie die direkte Motoransteuerung oder harte Echtzeit-Regelkreise sind SoMs jedoch meist nicht allein ausgelegt. In der Praxis werden sie daher mit zusätzlichen Mikrocontrollern, FPGAs oder dedizierten Servoreglern kombiniert, die diese Aufgaben übernehmen.
Zusammengefasst sind Digi-ConnectCore-SoMs keine vollständigen Robotercontroller „out of the box“, stellen aber einen leistungsstarken, flexiblen und zukunftssicheren Kernbaustein dar, der sich ideal in modulare und skalierbare Robotiksysteme integrieren lässt.
Leistungshalbleiter
Einige Silergy-Bauteile passen grundsätzlich in Robotikanwendungen, gezielt im Antriebs- und Leistungsteil. Die ICs SY21626RPQ, SY21604HHC und SY21643HHP sind integrierte dreiphasige BLDC-Motor-Treiber mit eingebauten Leistungstransistoren und Schutzfunktionen. Sie eignen sich zur Ansteuerung von Motoren für Achsen, Räder oder Greifer und übernehmen Stromregelung sowie Motorkommutierung. Damit sind sie typische Komponenten von Motorcontroller-Boards in Robotern. Sie ersetzen jedoch keine Steuerung oder Recheneinheit und müssen mit Mikrocontrollern oder SoMs kombiniert werden, die Bewegungslogik, Kommunikation und Regelalgorithmen ausführen.
Weitere Silergy-Bauteilkategorien, die gut in Robotikanwendungen passen, insbesondere im Bereich Antrieb und Leistungselektronik: Isolierte Treiber sorgen für sichere, galvanisch getrennte Ansteuerung von Leistungsschaltern in Motorinvertern. Nicht-isolierte Treiber werden für kompakte und effiziente FET- oder IGBT-Ansteuerungen eingesetzt.
Die Bauteile des Herstellers Etek eignen sich ebenfalls gut für Robotikanwendungen. Diskrete MOSFETs dienen als effiziente Leistungsschalter in Motorantrieben, H-Brücken, DC-DC-Wandlern oder Stromverteilungssystemen. Sie ermöglichen schnelle Schaltvorgänge bei geringem Energieverlust. Zusammen ergänzen Hall-ICs und MOSFETs andere Komponenten wie SoMs, Motorcontroller oder Sensorverstärker und bilden damit wichtige Bausteine in der Leistungs- und Steuerungselektronik von Robotern.
Sensorik
Moderne Robotikanwendungen benötigen Bauelemente, die die zentralen Funktionen in den Bereichen Sensorik, Wahrnehmung und Signalaufbereitung abdecken.
Magnetische Sensoren von Silergy liefern Positions-, Winkel- oder Drehzahlinformationen für die Bewegungsregelung. Zusammen decken diese Bauteile zentrale Funktionen moderner Roboterantriebe ab. Mit den Hall-ICs von Etek lassen sich Magnetfelder erfassen und digitale Positions- oder Drehzahlinformationen, z. B. für Motorachsen, Greifer oder Endlagenschalter liefern. Sie sind essenziell für präzises Feedback und Bewegungsregelung.
Der ET75016 von ETEK eignet sich als Treiber- oder Signalbaustein für optische Systeme, etwa zur Ansteuerung von Lichtquellen oder Lasermodulen in Abstandsmess-, Detektions- oder Inspektionsfunktionen. Solche Komponenten sind typisch für robotische Sensorsubsysteme.
Die Positionssensoren von Nisshinbo liefern präzise Lage-, Bewegungs- oder Objekterkennungsinformationen und werden in Robotern zur Achspositionsbestimmung, Endlagenüberwachung oder als Encoder-ähnliches Feedback eingesetzt.
OVT-CMOS-Bildsensoren sowie die CameraCubeChip®-Module sind Kernbausteine für Robot Vision. Sie ermöglichen Funktionen wie Objekterkennung, Navigation, Qualitätsprüfung oder autonome Orientierung und sind damit essenziell für kollaborative und mobile Roboter.
Die Operationsverstärker und Spezialverstärker von Nisshinbo (z. B. NJU77903, NJU7870) sowie der ET85501E von ETEK übernehmen die Signalaufbereitung. Sie verstärken, filtern oder stabilisieren Sensorsignale – etwa von Positions-, Magnet-, optischen oder Stromsensoren – bevor diese von Steuerungen oder SoMs weiterverarbeitet werden. Der NJU77903 ist ein leistungsfähiger Rail-to-Rail-Operationsverstärker mit hohem Ausgangsstrom, geeignet zur Signalverstärkung, Pufferung und Sensor-Signalaufbereitung in Robotern. Der NJU7870 ist ein spezieller Verstärker zur Anregung von Resolver-Sensoren und ermöglicht präzise Winkel- und Positionsmessung in Motor- und Achssteuerungen.
Current-Sense-Amplifier ermöglichen präzise Strommessung für Regelung, Drehmomentkontrolle und Schutzfunktionen.
In Summe ergänzen diese Produkte Motorsteuerungen und Recheneinheiten ideal, indem sie die Wahrnehmung, Messgenauigkeit und Zuverlässigkeit von Robotersystemen entscheidend verbessern.
Kommunikation / Industrie-Schnittstellenbausteine
Moderne Roboter sind stark vernetzte Systeme, in denen Sensoren, Aktoren, Steuerungen und übergeordnete Leitsysteme zuverlässig miteinander kommunizieren müssen. Die folgenden Bausteine eignen sich sehr gut für Robotik-Anwendungen, da sie zentrale Funktionen der industriellen Kommunikation und Vernetzung abdecken.
Der ND1160 von Nisshinbo ist ein IO-Link-Device-Transceiver und wird auf der Sensor- und Aktorebene eingesetzt. Er ermöglicht die standardisierte, bidirektionale Kommunikation mit intelligenten Sensoren und Aktoren. In Robotern vereinfacht IO-Link die Parametrierung, Diagnose und Wartung von peripheren Komponenten wie Näherungs-, Positions- oder Greifersensoren erheblich.
Die IC-Plus-Bausteine (Ethernet-PHYs, Switch-ICs und PoE-Lösungen) bilden die Grundlage für die Ethernet-Kommunikation innerhalb des Roboters und zur übergeordneten Steuerung oder zum Netzwerk. Ethernet ist heute unverzichtbar für Controller-Anbindungen, Vision-Systeme, modulare Roboterarchitekturen und den Datenaustausch in Echtzeit.
Die LAN-Magnetics von Halo Electronics ergänzen diese Ethernet-ICs auf physikalischer Ebene. Sie sorgen für galvanische Trennung, EMV-Stabilität und Signalqualität zwischen PHY und Netzwerkanschluss – essenziell für den zuverlässigen Betrieb in industriellen Umgebungen.
Zusammen ermöglichen diese Bausteine eine robuste, standardisierte und skalierbare Kommunikationsarchitektur für moderne, vernetzte Robotersysteme.
Energieversorgung
Diese Bauteile fügen sich in einem Roboter vor allem in den Energie- und Leistungsversorgungsstrang ein – also in den Teil der Elektronik, der dafür sorgt, dass alle Baugruppen stabil, effizient und sicher mit Energie versorgt werden. Ohne diesen Block funktioniert weder Steuerung noch Antrieb oder Sensorik.
Power Modules
Power-Module (z. B. von Halo oder Silergy) sind hochintegrierte Stromversorgungsbausteine, die Schaltregler, Leistungstransistoren und oft Schutzfunktionen in einem Gehäuse vereinen. In Robotern werden sie eingesetzt, um aus einer Zwischen¬spannung zuverlässig Versorgungsschienen für Controller, Sensoren oder Kommunikationsmodule zu erzeugen. Sie sparen Platz, reduzieren Entwicklungsaufwand und erhöhen die Zuverlässigkeit.
Induktivitäten & Magnetics
Induktivitäten, DC-DC-Transformatoren und andere Magnetics sind zentrale passive Komponenten jeder Schaltnetzteil-Architektur. Sie speichern Energie, glätten Ströme und ermöglichen galvanische Trennung. In Robotern finden sie sich in allen DC-DC- und AC-DC-Wandlern – von der Versorgung der Recheneinheit bis hin zu Sensor- und Aktorpfaden.
DC-DC-Wandler
DC-DC-Converter (isoliert und nicht isoliert) sind das Rückgrat der internen Spannungsverteilung. Sie wandeln eine Eingangsspannung effizient in mehrere benötigte Spannungen.
- Nicht-isolierte DC-DCs: für interne Baugruppen wie SoMs, Sensorik, Logik (Etek, Kinetik, Nisshinbo und Silergy).
- Isolierte DC-DCs: für sichere Trennung, z. B. bei Feldschnittstellen, IO-Link, Ethernet oder Hochleistungsantrieben.
- Diskrete MOSFETs unterstützen dabei leistungsstarke oder kundenspezifische Wandlertopologien.
AC-DC-Wandler
AC-DC-Converter werden eingesetzt, wenn der Roboter direkt aus dem Netz (z. B. 230 V AC) versorgt wird. Sie erzeugen die primäre DC-Zwischenspannung für das gesamte System, etwa in stationären Industrierobotern.
Protection & Load Switches
Schutz- und Load-Switch-Bausteine überwachen Überstrom, Überspannung, Kurzschluss und Einschaltströme. Sie schützen empfindliche Elektronik, ermöglichen das gezielte Zu- und Abschalten von Baugruppen und erhöhen die funktionale Sicherheit (Kinetik und Silergy).
Zusammen bilden diese Komponenten den Power-Tree eines Roboters: von der Netzeinspeisung über Spannungswandlung, Verteilung und Absicherung bis hin zur stabilen Versorgung von Steuerung, Kommunikation, Sensorik und Antrieb.
Sicherheits- und Schutzbauelemente
In modernen Robotern spielt die Sicherheits- und Schutzelektronik eine zentrale Rolle, da sie die zuverlässige Funktion von Steuerung, Sensorik und Aktoren sicherstellt. Ohne solche Bausteine könnten Spannungsschwankungen, Softwarefehler oder elektrische Störungen zu Fehlfunktionen, Schäden oder Sicherheitsrisiken führen.
Die Spannungsüberwachung übernimmt beispielsweise der Nisshinbo R3500. Dieser Window-Voltage-Detector überwacht kritische Versorgungsspannungen und gibt bei Unter- oder Überspannung ein Reset- oder Warnsignal aus. Ergänzend liefern Monitor- und Reset-ICs (ETEK, Nisshinbo, Silergy) kontinuierige Statusinformationen an die Steuerung, während Watchdog-Timer Softwareabstürze erkennen und im Fehlerfall die Steuerung sicher neu starten. Damit wird sowohl die Hardware als auch die Software zuverlässig geschützt.
Für elektrische Schutzfunktionen sorgen TVS-Dioden, ESD- und Surge-Protections von ETEK und Silergy. Sie begrenzen kurzzeitige Spannungsspitzen, z. B. durch elektrostatische Entladung oder Schalttransienten, und verhindern so Schäden an empfindlichen ICs und Schnittstellen. E-Fuses und Load-Switches (ETEK, Silergy) begrenzen Überstrom und schalten Lasten bei Kurzschlüssen automatisch ab. Spezielle Bausteine wie SAT13N24AOT (TVS für CAN) oder SQ93409RL22-J00 (Photo-Relay) schützen mehrere Leitungen oder Interfaces gleichzeitig. Overvoltage- und Surge-Protection-ICs erkennen kritische Spannungen frühzeitig und lösen koordinierte Schutzmaßnahmen aus.
Zusammen bilden diese Bausteine ein integriertes Schutz- und Überwachungssystem, das Spannungen stabil hält, Softwarehänger erkennt, Transienten abfängt und Überlastungen verhindert. Sie sichern die Energieversorgung, schützen die Elektronik und ermöglichen robuste, zuverlässige Betriebsbedingungen, selbst unter anspruchsvollen Industrie- oder Feldbedingungen. So tragen sie entscheidend dazu bei, dass Roboter effizient, sicher und wartungsfreundlich arbeiten können.
Die besprochenen Bauteile sind hier in einer übersichtlichen Tabelle zusammengefasst, sortiert nach Funktion, Hersteller, Typ und Einsatzbereich in Robotik.

Moderne Roboter setzen auf ein komplexes Zusammenspiel aus Steuerungs-, Sensor- und Leistungselektronik. SoCs und Motorcontroller koordinieren Bewegungen, Positionssensoren, Hall-ICs und Bildsensoren liefern präzises Feedback für Navigation, Vision und SLAM-Anwendungen. Operationsverstärker und Spezialverstärker bereiten Sensorsignale auf, während DC-DC- und AC-DC-Wandler, Power-Module, Induktivitäten und Magnetics für stabile Spannungen und glatte Ströme sorgen. Schutzbausteine wie Watchdog-Timer, E-Fuses, TVS- und ESD-Protections sichern Steuerung und Sensorik zuverlässig gegen Überstrom, Überspannung und Transienten.
Alle diese Bauteile sind über TOPAS erhältlich, wodurch Robotik-Hersteller alle wichtigen Technologien aus einer Hand beziehen können. TOPAS bietet eine breite Produktpalette, die von der Energieversorgung über Sensorik und Motoransteuerung bis hin zu Schutz- und Kommunikationsbausteinen reicht. So können Entwickler ihre Roboter effizient, modular und sicher gestalten – und gleichzeitig von der zuverlässigen Lieferfähigkeit und umfassenden Expertise eines starken Partners profitieren.