Von der Idee zum Produkt – SoM-Architekturen und die Praxis am Beispiel des Digi ConnectCore MP2

Einleitung & Marktsituation

Die Entwicklungslandschaft für vernetzte Embedded-Systeme steht vor einem historischen Paradigmenwechsel. Während Embedded-Geräte früher primär Steuerungs- und Sensordaten verarbeiteten, fordern moderne Industrie-4.0-Anwendungen, medizintechnische Systeme und Smart-City-Infrastrukturen heute lokal integrierte Intelligenz (Edge AI), visuelle Schnittstellen, hochviskose Echtzeit-Vernetzung sowie ein unnachgiebiges Maß an Cyber-Sicherheit.

Gleichzeitig stehen Produktverantwortliche, Systemarchitekten und CTOs unter einem enormen Marktdruck: Die Zeitfenster von der ersten Produktidee bis zum Serienanlauf (Time-to-Market) schrumpfen rapide, während die technische Komplexität der zugrundeliegenden Hardware-Plattformen exponentiell ansteigt.

Die Entwicklungsfalle im Edge-Computing 

Mit dem Einzug von Multi-Core-Mikroprozessoren (MPUs) – gepaart mit dedizierten Neuronalen Netzwerkeinheiten (NPUs) und Hochgeschwindigkeits-Schnittstellen wie PCIe, Gigabit-Ethernet mit Time-Sensitive Networking (TSN1) oder Wi-Fi 6 – reicht ein klassisches Layout-Design nicht mehr aus. Die Implementierung solcher Chipsätze als Eigenentwicklung („Chip-down-Design“) bringt gravierende Hürden mit sich:

  • Routing & Signalintegrität: Die Anbindung von Hochgeschwindigkeits-Arbeitsspeichern (z. B. LPDDR4/DDR4) erfordert hochkomplexe, mehrlagige Leiterplatten (oft 8 bis 12 Layer HDI - High Density Interconnect) mit extrem engen Toleranzen im Längen-Matching und Impedanzdesign.
     
  • Qualifikation & EMV: Das HF-Design für drahtlose Schnittstellen sowie die Einhaltung elektromagnetischer Verträglichkeit (EMV) führen häufig zu langwierigen, kostenintensiven Re-Designs in der Testphase.
     
  • Regulatorische Hürden: Gesetzliche Vorgaben wie der europäische Cyber Resilience Act (CRA) verpflichten Hersteller, die gesamte Lieferkette und den Lebenszyklus ihrer Hardware lückenlos gegen Cyberbedrohungen abzusichern.


Make-or-Buy neu gedacht: Der Wandel zum Modulansatz

Vor diesem Hintergrund verschiebt sich die wirtschaftliche Schwelle der klassischen Make-or-Buy-Entscheidung drastisch. War die Eigenentwicklung eines Mikroprozessor-Boards früher bereits ab mittleren Stückzahlen betriebswirtschaftlich ratsam, ist der Einsatz von industriellen System-on-Modules (SoMs) heute oft bis weit in hohe Stückzahlbereiche die betriebswirtschaftlich und technisch überlegene Strategie.

Ein SoM konsolidiert die kritischsten Komponenten – MPU, RAM, Flash-Speicher, Power Management IC (PMIC) sowie Wireless-Transceiver – auf einem hochintegrierten, vorzertifizierten Modul. Für den Entwickler reduziert sich die Aufgabe damit auf das Design eines vergleichsweise einfachen, anwendungsspezifischen Trägerboards (Carrier Board).

Zielsetzung dieses Fachartikels

Dieser Artikel beleuchtet das SoM-Paradigma systematisch aus zwei Perspektiven: Er gibt Entscheidern die notwendigen betriebswirtschaftlichen und strategischen Argumente an die Hand, um Risiken, Entwicklungszeiten und TCO realistisch zu bewerten. Gleichzeitig bietet er Entwicklern und Systemarchitekten anhand des konkreten Beispiels des neuen Digi ConnectCore MP2 (basierend auf dem STMicroelectronics STM32MP25) einen tiefen Einblick in modernste Modul-Architekturen, deren Edge-AI-Fähigkeiten, Security-Konzepte und die praktische Design-In-Phasen.

Mehr visuelle Einblicke zum Modul und seinen Einsatzmöglichkeiten bietet die Präsentation Edge to Cloud solutions for OEMs (Digi ConnectCore MP2 for STM32MP2), welche die hier besprochenen Edge-to-Cloud- und Hardware-Eigenschaften anschaulich demonstriert.

(1) TSN (Time-Sensitive Networking): Ein Satz von IEEE-Standards (u. a. IEEE 802.1), der Standard-Ethernet um deterministische Echtzeitfähigkeit, extrem geringe Latenzzeiten und garantierte Bandbreiten erweitert. TSN ermöglicht die zeitkritische Übertragung von Steuerungsdaten und normalen Netzwerktraffic über eine gemeinsame physische Infrastruktur in der Industrieautomation.

Das SoM-Paradigma: Wirtschaftliche und technische Bewertung

Die Wahl zwischen einem diskreten Eigenentwurf („Chip-down“) und einer modulbasierten Architektur ist längst keine reine Kostenfrage der reinen Stückliste (BOM – Bill of Materials) mehr. Sie ist eine strategische Weichenstellung für das Risikoprofil, die Kapitalbindung und die langfristige Skalierbarkeit eines Embedded-Projekts.

1. Wirtschaftliche Kennzahlen: Total Cost of Ownership (TCO) & Risikomanagement

In einer vereinfachten Betrachtung erscheint ein Chip-down-Design bei den reinen Komponentenkosten auf den ersten Blick günstiger. Dieser Vorteil verflüchtigt sich jedoch schnell, wenn man die Gesamtkostenrechnung (Total Cost of Ownership) inklusive aller Einmalaufwände (NRE – Non-Recurring Engineering) und verzögerten Markteintrittskosten betrachtet.

Einmalaufwände (NRE) und Risikominimierung

Ein diskretes MPU-Design erfordert Spezialwissen in High-Speed-Hardware-Design, Power-Management-Sequenzierung und komplexer PCB-Layout-Erstellung. Dies bindet hochqualifizierte Entwicklerressourcen über Monate hinweg. Ein SoM abstrahiert diesen komplexen Kern komplett:

  • TCO-Vorteil: Die Entwicklungsaufwände auf Hardwareseite sinken typischerweise um 50 bis 70 %, da das Design des Trägerboards (Carrier Boards) im Wesentlichen auf das Routing von Standard-Peripherie und Stromversorgung reduziert wird.
     
  • Reduzierte Prototypen-Iterationen: Während bei Chip-down-Entwicklungen zwei bis drei Board-Revisionen (jeweils mit mehrwöchigen Fertigungslaufzeiten) die Norm sind, reicht beim Einsatz eines valideren SoMs oft ein einziger Prototypen-Lauf für das Carrier Board.


Time-to-Market als Wettbewerbsvorteil

Der Zeitfaktor ist oft der entscheidende Treiber. Der Einsatz eines SoMs verkürzt den Entwicklungszyklus typischerweise um 6 bis 12 Monate. In dynamischen Märkten bedeutet ein früherer Markteintritt nicht nur erste Umsätze, sondern sichert wertvolle Marktanteile, bevor Mitbewerber nachziehen können.

Obsoleszenz-Management und Lieferkettenstabilität

Ein oft unterschätztes Risiko bei Chip-down-Designs ist die Bauteilabkündigung (EOL – End of Life). Fällt ein einzelner Speicherbaustein oder das PMIC weg, erfordert dies ein zeit- und kostenintensives Redesign des gesamten Boards.

SoM-Hersteller wie Digi International federn dieses Risiko ab: Sie bieten Langzeitverfügbarkeiten von 10 bis 15 Jahren und übernehmen das Obsoleszenz-Management intern. Bei Abkündigung von Einzelkomponenten auf dem Modul bleibt die Pin-Kompatibilität und Funktion des SoMs nach außen hin unverändert – das Trägerboard des Kunden muss nicht angepasst werden.

2. Hardware-Design-Vereinfachung: Reduktion der PCB-Komplexität

Auf technischer Ebene verlagert das SoM die größten Herausforderungen der modernen Digitaltechnik auf das Modul:

  • DDR-Speicher-Routing: Das Routing von Hochgeschwindigkeits-Parallelbussen (DDR4/LPDDR4) stellt extreme Anforderungen an Längenabstimmung (Length Matching), Impedanzkontrolle und Signalintegrität. Fehler führen zu sporadischen Systemabstürzen im Feld. Auf dem SoM ist diese Anbindung bereits optimal gelayoutet und im Labor validiert.
     
  • Entflechtung & Layer-Anzahl: Für die Entflechtung hochpoliger BGA-Gehäuse (Ball Grid Array) mit kleinen Pin-Pitches sind aufwendige High-Density-Interconnect-Leiterplatten mit Microvias erforderlich. Ein SoM bricht diese komplexen Signale auf benutzerfreundlichere Gehäuseformen oder größere Pin-Abstände herunter. Das Trägerboard kann dadurch oft auf kostengünstigen 4- oder 6-Layer-Standard-Platinen realisiert werden2.
     
  • Power-Management: Die Versorgungsreihenfolge (Power-Up-Sequenzierung) moderner SoCs und MPUs ist hochgradig kritisch. Falsche Spannungsanstiegszeiten können Bausteine dauerhaft schädigen. Das integrierte Power-Management-IC (PMIC) auf dem SoM garantiert eine saubere und sichere Spannungsversorgung aller Kernkomponenten.

3. Funk-Zertifizierung als Beschleuniger

Wenn das Zielprodukt Drahtloskommunikation wie Wi-Fi 6 oder Bluetooth 5.4 benötigt, wird die EMV- und Funk-Zertifizierung zum Nadelöhr der Produktentwicklung.

  • Zertifizierungsrisiko: HF-Designs reagieren extrem empfindlich auf Platinenlayout, Gehäusematerialien und Abstrahlverhalten. Ungewollte Störstrahlungen im EMV-Labor führen direkt zu zeit- und kostenintensiven Entwicklungsschleifen.
     
  • Vorzertifizierte Module: SoMs mit integrierten Funkkomponenten bringen werkseitige Vorzertifizierungen (z. B. CE für Europa, FCC für die USA, TELEC für Japan) mit. Bei richtiger Handhabung des Trägerboard-Designs können diese Funk-Zertifizierungen übernommen oder in vereinfachten Prüfverfahren (Modular Approval3)  auf das Gesamtsystem übertragen werden. Dies spart pro Marktregion mittlere fünfstellige Euro-Beträge und viele Wochen im Zulassungsprozess.

Architektur-Analyse: Das Digi ConnectCore MP2 im Detail

Aufbauend auf den wirtschaftlichen Vorteilen von SoM-Architekturen zeigt sich der tatsächliche Innovationssprung in der konkreten Silizium- und Modularchitektur. Das Digi ConnectCore MP2 demonstriert eindrucksvoll, wie ein modernes Industrie-Modul den Spagat zwischen Hochleistungs-Computing, deterministischer Echtzeitverarbeitung, Edge-KI und extrem niedriger Leistungsaufnahme meistert.

1. Prozessor-Herzstück: Heterogene Multicore-Architektur

Als Rechenplattform dient der Mikroprozessor STM32MP25 von STMicroelectronics, der ein asynchrones heterogenes Multiprocessing (AMP) ermöglicht. Diese Aufteilung erlaubt eine klare Trennung von rechenintensiven Aufgaben und zeitkritischer Steuerung:

  • Application Domain (2× Arm Cortex-A35 @ 1,2 GHz): Die beiden 64-Bit-Cortex-A35-Kerne stellen die Rechenleistung für grafikintensive Benutzeroberflächen (HMI), Netzwerkkonnektivität, Datenverarbeitung und komplexe Linux-basierte Software-Stacks bereit. Dank ihrer modernen Architektur bieten sie eine hohe Energieeffizienz und eignen sich für anspruchsvolle Embedded-Anwendungen. 
     
  • Real-Time Domain (Arm Cortex-M33 @ 400 MHz): Der integrierte Cortex-M33-Mikrocontroller mit Arm TrustZone übernimmt deterministische Echtzeitaufgaben wie Motorsteuerungen, Sensorerfassung oder Feldbuskommunikation. Er kann unabhängig von den Linux-Anwendungen auf den Cortex-A35-Kernen arbeiten und gewährleistet dadurch kurze, vorhersehbare Reaktionszeiten ohne die für Linux typischen Scheduling-Latenzen. 
     
  • System-/Low-Power-Domain (Arm Cortex-M0+): Ein zusätzlicher, besonders stromsparender Cortex-M0+ verwaltet Energiezustände, Power-Management und ausgewählte Systemfunktionen im Deep-Sleep-Betrieb. Dadurch lassen sich Energieverbrauch und Reaktionsfähigkeit des Gesamtsystems auch im Niedrigleistungsmodus optimieren.


2. Edge-AI & Multi-Sensorik: KI direkt auf dem Modul

Für moderne IIoT-Geräte reicht die reine Datenerfassung nicht mehr aus; Muster- und Fehlererkennung müssen ohne Latenz und ohne permanente Cloud-Anbindung direkt am Sensor erfolgen.

Dedizierte NPU (Neural Processing Unit)

Mit einer Rechenleistung von 1,2 TOPS (Tera Operations Per Second) entlastet die integrierte NPU die Cortex-A35-Hauptprozessoren vollständig von mathematischen Tensor-Operationen4. Sie ermöglicht visuelle Qualitätskontrollen, vorausschauende Wartung (Predictive Maintenance) über Schwingungsanalysen oder akustische Anomalie-Erkennungen direkt auf dem Edge-Gerät. KI-Modelle aus Frameworks wie TensorFlow Lite oder ONNX sowie aus PyTorch exportierte Modelle lassen sich mithilfe der ST Edge AI Toolchain für die integrierte NPU optimieren und kompilieren.

Image Signal Processor (ISP) & Video-Pipeline

Für Vision-Anwendungen verfügt das Modul über einen integrierten Lite-ISP (Image Signal Processor). Dieser übernimmt die hardwarebeschleunigte Verarbeitung der Rohdaten von direkt angebundenen MIPI-CSI-Kamerasensoren. Zu seinen Funktionen gehören unter anderem die Umwandlung von Raw-Bayer-Daten in RGB (Demosaicing), Farbkonvertierung zur Anpassung an Sensor und Beleuchtung, Kontrastverbesserung, Belichtungsregelung sowie die Erfassung von Bildstatistiken. Dadurch wird die CPU entlastet und eine effiziente Bildverarbeitung mit bis zu 1080p bei 60 Bildern pro Sekunde oder der parallele Betrieb von zwei Kamerastreams ermöglicht.

3. Industrielles Networking & Schnittstellen

Im Industrie-4.0-Umfeld entscheidet die Konnektivität über den Systemnutzen. Das ConnectCore MP2 ist für die nahtlose Brücke zwischen IT- und OT-Welten ausgelegt:

  • Time-Sensitive Networking (TSN): Über zwei integrierte Gigabit-Ethernet-Controller mit TSN-Unterstützung garantiert das Modul synchrone, deterministische Datenübertragung über Standard-Ethernet-Netzwerke – eine Grundvoraussetzung für die Konvergenz von Steuerung und Cloud-Kommunikation.
     
  • Peripherie-Vielfalt: Neben CAN-FD für die Automatisierungstechnik stellt das Modul High-Speed-Schnittstellen bereit: PCIe Gen2 für die Anbindung externer Beschleuniger oder 5G-Modems, USB 3.0 sowie versatile Display-Ausgänge (MIPI-DSI, LVDS).
     
  • Wireless-Konnektivität: Optional ist das SoM mit vorzertifiziertem Wi-Fi 6 (802.11ax) und Bluetooth 5.4 ausgestattet. Wi-Fi 6 ermöglicht höhere Datenraten und eine effizientere Kommunikation in Umgebungen mit vielen gleichzeitig aktiven Geräten. Funktionen wie OFDMA und Target Wake Time (TWT) verbessern dabei die Netzwerkeffizienz und reduzieren den Energieverbrauch.

(2) Die erforderliche Lagenzahl des Carrier-Boards hängt von Schnittstellenumfang, Signalgeschwindigkeit und Layout-Anforderungen ab. Durch die bereits auf dem SoM realisierten kritischen Verbindungen kann das Carrier-Board jedoch deutlich einfacher ausgelegt werden; je nach Anwendung sind beispielsweise 4–6 Lagen möglich.
(3) Modular Approval (Vereinfachtes Prüfverfahren): Ein regulatorisches Zulassungsverfahren (z. B. nach FCC oder CE) für vorzertifizierte Funkmodule. Da die Funkkomponente (z. B. Wi-Fi/Bluetooth) bereits eigenständig alle HF- und EMV-Standards erfüllt, entfallen für das Gesamtsystem aufwendige Wiederholungsprüfungen der Funkeigenschaften. Dies reduziert die Zertifizierungskosten und die Freigabezeit des Endgeräts drastisch.

(4) Tensor-Operationen: Mathematische Berechnungen (wie Matrixmultiplikationen oder Faltungen) auf mehrdimensionalen Datenfeldern (Tensoren). Sie bilden das Fundament künstlicher neuronaler Netze (KI/Deep Learning) und werden von spezialisierten KI-Beschleunigern (NPUs) hochparallel und extrem energieeffizient verarbeitet.

4. Fertigung & Formfaktor: Die SMTplus-Technologie

Ein Schwachpunkt klassischer SoMs sind oft die verwendeten Steckverbinder (Board-to-Board Connectors). Sie erhöhen die Bauhöhe, schränken die Schock- und Vibrationsfestigkeit ein und verursachen zusätzliche Bauteilkosten.

Digi setzt beim ConnectCore MP2 auf den proprietären SMTplus-Formfaktor (LGA-Gehäuse mit 333 Pads auf 30 × 30 mm):

  • Direkte Verlötbarkeit: Das Modul wird wie ein Standard-SMD-Baustein im Reflow-Lötverfahren direkt auf das Trägerboard bestückt. Dies reduziert die Herstellkosten in der Serienfertigung drastisch.
     
  • Mechanische Robustheit: Der Verzicht auf Steckverbinder macht das Gesamtsystem extrem resistent gegen starke Vibrationen und Stöße – ideal für den Einsatz in Nutzfahrzeugen, Baumaschinen oder rauen Industrieanlagen.
     
  • Thermische Anbindung: Die Verlustwärme des Moduls kann über die LGA-Kontaktflächen in die Kupferlagen der Trägerplatine abgeleitet und dort verteilt werden. Ein thermisch optimiertes PCB-Design mit ausreichend dimensionierten Kupfer- und Masseflächen unterstützt die Wärmeabfuhr und ermöglicht je nach Leistungsaufnahme und Einsatzbedingungen ein passives Kühlkonzept ohne zusätzlichen Kühlkörper.

Software-Ökosystem, Security & Lifecycle

Ein leistungsfähiges Hardware-Design ist in modernen Embedded-Projekten nur die halbe Miete. Über den kommerziellen Erfolg und die Betriebssicherheit eines Produkts entscheidet maßgeblich die Software-Architektur – von der Entwicklung über den Schutz vor Cyber-Angriffen bis hin zur Wartung über eine Produktlebensdauer von zehn Jahren und mehr.

1. Embedded Software & Board Support Packages (BSP)

Digi liefert das ConnectCore MP2 mit der produktionsreifen Softwareplattform Digi Embedded Yocto (DEY) aus. Sie basiert auf dem Yocto Project und dem OpenEmbedded Build System und bietet eine umfassende Entwicklungsumgebung für industrielle Embedded-Anwendungen.

  • Industrielles Linux (Cortex-A35): Das Yocto-basierte Linux-BSP ist speziell auf die Hardware des ConnectCore MP2 abgestimmt. Es umfasst optimierte Gerätetreiber, Board Support Packages (BSPs), Sicherheits- und Wartungsupdates sowie vorkonfigurierte Yocto-Layer, mit denen sich der Software-Stack gezielt an die jeweilige Anwendung anpassen lässt. 
     
  • Echtzeit-Entwicklung (Cortex-M33): Für den Arm Cortex-M33 unterstützt Digi gängige Echtzeitbetriebssysteme wie FreeRTOS und Zephyr. Dadurch lassen sich zeitkritische Steuerungs-, Sensor- und Kommunikationsaufgaben unabhängig von den Linux-Anwendungen realisieren. 
     
  • Interprozessor-Kommunikation (IPC): Der Datenaustausch zwischen den Cortex-A35-Kernen unter Linux und dem Cortex-M33 erfolgt über die standardisierten Frameworks OpenAMP (Open Asymmetric Multi-Processing) und RPMsg (Remote Processor Messaging). Dadurch können beide Rechendomänen Steuerungs- und Nutzdaten effizient und mit geringer Latenz austauschen, ohne proprietäre Kommunikationsmechanismen implementieren zu müssen.


2. Cyber Resilience Act Readiness: Digi TrustFence

Mit dem Inkrafttreten neuer Gesetzgebungen wie dem europäischen Cyber Resilience Act (CRA) stehen Gerätehersteller in der Pflicht: Jedes vernetzte Produkt muss ein durchgängiges Sicherheitskonzept von der Produktion bis zum Betrieb nachweisen. Eigenentwickelte Sicherheitslösungen stellen hier ein enormes Haftungs- und Entwicklungsrisiko dar.

Mit Digi TrustFence integriert das Modul ein umfassendes, in Hardware verankertes Sicherheits-Framework (Security-by-Design):

  1. Hardware Root of Trust & Secure Boot: Das System verifiziert beim Start jede Software-Schicht (vom U-Boot-Bootloader über den Linux-Kernel bis hin zur Applikation) mittels kryptografischer Signaturen. Manipulationen am Code unterbinden den Bootvorgang automatisch.
     
  2. Verschlüsselter Speicher (Encrypted Storage): Sensible Daten, Kundenschlüssel und geistiges Eigentum (IP) werden auf dem Flash-Speicher über im Chip verankerte Hardware-Schlüssel abgesichert.
     
  3. Resource Isolation (Arm TrustZone): Kritische Systemressourcen, Kryptokey-Speicher und Security-Funktionen werden physisch vom normalen Linux-Betriebssystem getrennt ausgeführt. Selbst bei einer Kompromittierung der Linux-Applikation bleibt der Sicherheitskern geschützt.
     
  4. Tamper Detection: Integrierte Manipulationserkennungen (z. B. Gehäuseöffnung, Spannungs- oder Temperaturschwankungen) ermöglichen es dem System, im Angriffsfall aktiv Reaktionen auszulösen (z. B. lückenloses Löschen von Schlüsseln).

 

3. Lifecycle Management & Cloud-Integration

Die Betriebsdauer von Industrie- und Medizintechnikgeräten erstreckt sich oft über 10 bis 15 Jahre. Ein „Deploy and Forget“-Ansatz ist in Zeiten permanenter Cyber-Bedrohungen nicht mehr tragbar.

Über die Plattform Digi ConnectCore Cloud Services bietet der Hersteller eine fertige Infrastruktur für das Flotten- und Geräte-Management:

  • Sichere OTA-Updates (Over-the-Air): Software-Fixes, Security-Patches und Funktions-Updates lassen sich signiert und ausfallsicher (fail-safe A/B-Updates) aus der Ferne auf verteilte Geräte einspielen.
  • Continuous Health Monitoring: Das Modul übermittelt Telemetriedaten, Systemzustände und Security-Events an ein zentrales Dashboard, um Anzeichen von Verschleiß oder Angriffsversuchen frühzeitig zu erkennen.
  • Langzeit-Software-Support: Digi stellt über den gesamten Produktlebenszyklus hinweg gepatchte Linux-Kernel und Sicherheits-Updates bereit. Dies entlastet das eigene Entwicklerteam von der dauerhaften Pflege des Basis-Betriebssystems.

Praxiseinsatz & Referenz-Szenario

Um die Synergien aus Hardware-Architektur, Edge-AI und Software-Ökosystem greifbar zu machen, lohnt der Blick auf eine konkrete Industrieanwendung: die Entwicklung eines intelligenten, bildverarbeitenden HMI-Panels für Maschinensteuerungen im Verpackungs- oder Lebensmittelbereich.

1. Systemanforderungen des Referenz-Szenarios

Das Zielsystem erfordert die simultane Bewältigung von drei zentralen Aufgabenfeldern, die traditionell getrennte Hardware-Baugruppen erforderten:

  1. Visuelle Qualitätskontrolle am Band: Erkennung von Beschädigungen oder Fehlplatzierungen in Echtzeit mittels Kamera.
     
  2. Echtzeit-Guss- und Schnittsteuerung: Deterministische Ansteuerung der Aktoren über den Feldbus.
     
  3. Moderne Bedienoberfläche & Remote-Zugriff: Ruckelfreies Touch-Display (1080p), verschlüsselte Cloud-Anbindung und Erfüllung der CRA-Sicherheitsstandards.

 

2. Praktische Umsetzung auf dem Digi ConnectCore MP2

Visuelle Inspektions-Pipeline (Lite-ISP + NPU)

Anstatt eine teure Smart-Kamera mit integrierter Bildverarbeitung einzusetzen, greift das Entwicklerteam auf ein günstiges CMOS-Kameramodul ohne eigenen ISP zurück.

  • Die Kamerasignale fließen über die MIPI-CSI-Schnittstelle direkt in den Lite-ISP des STM32MP25. Dort erfolgt das Demosaicing (RawBayer5 -zu-RGB) und die automatische Belichtungsanpassung hardwareseitig, ohne die Hauptprozessoren zu belasten.
     
  • Die vorverarbeiteten Bilddaten werden direkt an die NPU (1,2 TOPS6) übergeben. Ein quantisiertes MobileNet-Modell7  führt die Fehlerklassifizierung mit über 30 Bildern pro Sekunde durch.
     
  • Erst bei Erkennung eines fehlerhaften Objekts schlägt die NPU Alarm und übergibt die Koordinaten an die Echtzeitdomäne.


Deterministische Aktorik (Cortex-M33)

Während Linux auf den Dual-A35-Kernen (1,2 GHz) das HMI und die Netzwerktreiber ausführt, steuert der Cortex-M33 (400 MHz) über ein RTOS die CAN-FD- und TSN-Ethernet-Schnittstellen.

  • Sobald die NPU ein Ausschussteil meldet, berechnet der Cortex-M33-Kern den genauen Auswurfzeitpunkt und steuert den Pneumatik-Aktor mikrosekundengenau an.
  • Der Vorteil: Ein Absturz oder Update des Linux-Betriebssystems (z. B. durch ein OTA-Update) unterbricht zu keinem Zeitpunkt die kritische Steuerung der Maschine.


Sicherheit & Wartung (TrustFence & Cloud)

Über das integrierte Digi TrustFence wird sichergestellt, dass das Gerät gegen unbefugte Zugriffe im Fabriknetzwerk geschützt ist:

  • Die Firmware ist kryptografisch signiert (Secure Boot); unbefugt modifizierte Anwendungssoftware verweigert den Start.
     
  • Über die Digi ConnectCore Cloud Services spielt der Maschinenbauer globale Firmware-Patches aus der Ferne ein und überwacht den Systemzustand (System Health) der ausgelieferten Anlagen weltweit.


3. Der Design-In-Workflow: Von der Evaluierung zur Serie

Der Entwicklungszyklus teilt sich beim Einsatz des ConnectCore MP2 in drei effiziente Phasen:

  1. Evaluierungsphase (ca. Woche 1–4):
    Das Entwicklungsteam startet auf dem offiziellen Digi ConnectCore MP2 Evaluation Kit. Erste KI-Modelle werden über die ST-Edge-AI-Toolchain auf die NPU portiert, während das Software-Team die HMI-Prototypen unter Digi Embedded Yocto aufbaut.
     
  2. Carrier-Board-Design (ca. Woche 5–12):
    Da MPU, RAM, PMIC und Funk bereits auf dem SoM integriert sind, beschränkt sich das Design des Kunden-Carrier-Boards auf die Spannungsversorgung, Steckverbinder und Schnittstellen-Treiber. Das Board-Design gelingt bei einem relativ überschaubaren Design und guter Planung auf einer kostengünstigen 4-Layer-Standard-Platine.
     
  3. Prototyping & Serienanlauf (ca. Woche 13–24):
    Die SoMs werden im Standard-SMD-Reflow-Verfahren (SMTplus) direkt auf das Carrier-Board gelötet. Die Vorzertifizierung des Wi-Fi-6/Bluetooth-Moduls verkürzt die EMV- und Funk-Freigabeprozesse drastisch.

(5) RawBayer (Bayer-RAW): Digitales Rohdatenformat von Bildsensoren mit Bayer-Filter. Pro Pixel wird nur der Helligkeitswert einer Farbe erfasst. Die Verteilung folgt dem menschlichen Sehvermögen, das Helligkeit und Details vorrangig über Grün wahrnimmt: Das Sensorraster besteht zu 50 % aus grünen sowie zu je 25 % aus roten und blauen Pixeln. Die fehlenden Farbinformationen müssen im Post-Processing aus Nachbarpixeln berechnet werden (Demosaicing).

(6) 1,2 TOPS (Tera Operations Per Second): Maßeinheit für KI-Rechenleistung. 1,2 TOPS entsprechen 1,2 Billionen Rechenschritten pro Sekunde. Um diese Datenmenge in einer Sekunde manuell zu berechnen, müsste die gesamte Weltbevölkerung (ca. 8 Mrd. Menschen) zeitgleich etwa 150 Rechenaufgaben pro Sekunde lösen. In der Praxis erlaubt diese Leistung extrem stromsparenden Edge-KI-Chips (z. B. in Kameras oder Sensoren) die lokale Echtzeit-Bildverarbeitung.

(7) Ein quantisiertes MobileNet-Modell ist ein für Embedded-KI optimiertes neuronales Netzwerk, dessen Gewichte und Berechnungen auf eine geringere Zahlenpräzision (typischerweise INT8) reduziert wurden. Dadurch sinken Speicherbedarf und Energieverbrauch, während die Inferenzgeschwindigkeit auf der integrierten NPU deutlich steigt. Diese Optimierung macht MobileNet zu einer häufig eingesetzten Architektur für Edge-AI-Anwendungen wie Bildklassifizierung und Objekterkennung auf ressourcenbeschränkten Embedded-Systemen.

Zusammenfassung, Fazit und Call to Action

Das SoM-Paradigma auf den Punkt gebracht

Die Anforderungen an moderne Industrie- und Edge-Geräte haben eine Komplexität erreicht, die mit klassischen Chip-down-Designs kaum mehr wirtschaftlich und fristgerecht bewältigt werden kann. Der Wandel verlangt nach einer Architektur, die rechenintensive Edge-KI, deterministische Echtzeitsteuerung, erweiterte Vernetzung und lückenlose Cyber-Sicherheit auf engstem Raum vereint – ohne dabei das Marktfenster (Time-to-Market) zu gefährden.

Das Digi ConnectCore MP2 adressiert genau diesen Paradigmenwechsel. Auf Basis des heterogenen8  STMicroelectronics STM32MP25 vereint das Modul:

  • Asynchrones Multi-Core Computing: Dual Arm Cortex-A35 (1,2 GHz) für grafikintensive Linux-Anwendungen gepaart mit einem Cortex-M33 (400 MHz) für latenzfreie Echtzeitaufgaben und einem Cortex-M0+ für intelligentes SmartRun9 -Power-Management.
     
  • Integrierte Vision- & KI-Pipeline: Eine dedizierte NPU mit 1,2 TOPS in Kombination mit einem Lite-ISP, der kostengünstige CMOS-Kamerasensoren ohne eigenen Bildprozessor direkt über MIPI-CSI anbindet und wesentliche Pre-Processing-Schritte (Demosaicing, Belichtung, Kontrast) hardwareseitig übernimmt.
     
  • Industrielle High-Speed-Vernetzung: Zukunftsfähige IT/OT-Anbindung über Dual Gigabit Ethernet mit TSN (Time-Sensitive Networking), CAN-FD, PCIe Gen2, USB 3.0 (Typ C) sowie ein vorzertifiziertes Funkmodul für Wi-Fi 6 (802.11ax) und Bluetooth 5.4.
     
  • Durchdachte Hardware-Fertigung: Der verlötbare SMTplus-Formfaktor (30 × 30 mm LGA mit 333 Pads) macht teure, fehleranfällige Board-to-Board-Steckverbinder überflüssig, bietet maximale Vibrationstoleranz im erweiterten Temperaturbereich (-40 °C bis +85 °C) und ermöglicht zudem, einen Teil der Verlustleistung über ein Masse-Pad-Netzwerk effizient in die Kupferlagen des Carrier-Boards abzuleiten. Dadurch kann die thermische Anbindung auch bei vergleichsweise einfachen 4-Layer-Carrier-Boards unterstützt werden.

(8) Heterogene Architektur (STM32MP25): Kombination unterschiedlicher Prozessorkerne auf einem Chip (64-Bit ARM Cortex-A35 für Linux und 32-Bit Cortex-M33 für Echtzeitsteuerung) ergänzt durch spezialisierte KI- (NPU) und Grafikbeschleuniger (GPU).

(9) System-/SmartRun-Domain (Arm Cortex-M0+): Der integrierte Cortex-M0+ bildet die SmartRun-Domain des STM32MP25. Er übernimmt Energieverwaltung, Systemüberwachung sowie ausgewählte Low-Power-Funktionen und kann einfache Aufgaben auch dann ausführen, wenn die Cortex-A35- und Cortex-M33-Kerne deaktiviert sind. Dadurch wird der Energieverbrauch insbesondere im Standby- und Deep-Sleep-Betrieb deutlich reduziert.

Warum das Gesamt-Ökosystem den Unterschied macht

Die rein technische Betrachtung von Prozessor-Leistungsdaten greift bei modernen Make-or-Buy-Entscheidungen zu kurz. Der eigentliche Wettbewerbsvorteil des Digi ConnectCore MP2 liegt in seiner Einbettung in ein vollständiges, integriertes Entwicklungs- und Lifecycle-Ökosystem:

  1. Entwicklungsbeschleunigung statt Pin-Out-Chaos: Das Smart IOMux Tool verhindert Multiplexing-Fehler beim Layout des Trägerboards im Vorfeld. Zudem erlaubt das ConnectCore MP2 Development Kit – inklusive MikroE Click Board™ Adaptern und direktem Kamera-Support – ein Proof-of-Concept innerhalb weniger Tage.
     
  2. CRA-Readiness out-of-the-box: Durch die Kombination des Hardware-Sicherheits-Frameworks Digi TrustFence mit den Digi ConnectCore Security Services erhalten OEMs die notwendige Infrastruktur, um die Anforderungen des EU Cyber Resilience Act (CRA) ohne eigenen Kryptographie-Entwicklungsaufwand zu erfüllen.
     
  3. Nachhaltige Betriebssicherheit & TCO: Während der Markt oft nur 1 Jahr Hardware-Garantie bietet, unterstreicht Digi die Zuverlässigkeit der SMTplus-Technologie mit 3 Jahren Hardware-Garantie. Zusammen mit der garantierten Langzeitverfügbarkeit von 10+ Jahren und der Cloud-Anbindung für Remote-Updates (Digi ConnectCore Cloud Services) sichert das System den Produktlebenszyklus nachhaltig ab.

Der Weg zu Ihrem nächsten Edge-AI-Produkt

Für Entwicklungsleiter, Systemarchitekten und Produktmanager gilt: Die Entscheidung für ein System-on-Module ist der schnellste Weg, um Prototypenrisiken zu minimieren und Entwicklungsressourcen auf das eigene Alleinstellungsmerkmal – die Anwendungssoftware und die KI-Algorithmen – zu fokussieren.

Ihre nächsten Schritte im Evaluierungsprozess:

1. Evaluieren Sie die Hardware in der Praxis:

Starten Sie Ihr Projekt mit dem offiziellen Digi ConnectCore MP2 Development Kit. Nutzen Sie die integrierten MikroE Click Board™-Schnittstellen, um Ihre Sensorik und Aktorik sofort ohne Lötaufwand zu testen.

2. Prüfen Sie die KI- und Vision-Pipeline:

Laden Sie das Digi Embedded Yocto (DEY) BSP herunter und testen Sie die KI-Modell-Portierung auf die 1,2 TOPS NPU über die ST-Edge-AI-Toolchain in Verbindung mit einem günstigen CMOS-Kamerasensor am Lite-ISP.

3. Nutzen Sie die Cloud- & Security-Testumgebung:

Aktivieren Sie die im Development Kit enthaltene Demo der Digi ConnectCore Cloud Services, um ausfallsichere OTA-Updates, Security-Policies und Fleet-Management-Funktionen bereits in der Konzeptphase zu simulieren.

4. Layout-Fehler frühzeitig ausschließen:

Setzen Sie das webbasierte Smart IOMux Tool ein, um die Pin-Belegung Ihres kundenspezifischen Carrier-Boards vor dem ersten PCB-Unterschnitt fehlerfrei zu konfigurieren.
Warten Sie nicht, bis steigende Komplexität und regulatorische Anforderungen Ihre Entwicklungszeitpläne sprengen. Setzen Sie auf eine modular skalierbare, vorzertifizierte und hochsichere Plattform – und bringen Sie Ihr vernetztes Edge-AI-Produkt in wenigen Monaten statt Jahren zur Serienreife.

Kontakt & Distributoren-Support

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Das Fachteam der TOPAS electronic AG unterstützt Sie direkt bei der Implementierung des Digi ConnectCore MP2:

  • Design-In & System-Architektur: Unterstützung bei der Hardware-Auslegung, Carrier-Board-Überprüfung und Abstimmung der Systemkomponenten.
  • Muster- & Kit-Beschaffung: Schneller Zugriff auf das Digi ConnectCore MP2 Development Kit sowie Evaluierungs-Hardware für Prototypenbau und Tests.
  • Supply Chain & Obsoleszenz-Management: Langfristige Lieferplanung und Absicherung der 10+ Jahre Komponentenverfügbarkeit für Ihre Serienproduktion.


Direkten Kontakt aufnehmen:

  • Anfrage & Vertrieb: Nehmen Sie direkt Kontakt mit dem Key Account Management auf, um spezifische Projektanforderungen, Stückzahlen und Preise zu besprechen.
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Anhang - Checkliste für Entscheider: Die 5 Schlüsselkriterien bei der SoM-Auswahl

Vor der Festlegung auf eine Modul-Plattform sollten Produktverantwortliche und Entwicklungsleiter folgende Kernfragen prüfen:

Evaluierungs-Checkliste: System-on-Module (SoM)

Checkliste: System-on-Module (SoM)

Tabellarische Übersicht: Digi ConnectCore MP2 im Detail & Marktdifferenzierung

Was zeichnet die Gesamtlösung besonders aus?

Während viele Marktbegleiter reine Silizium-auf-Board-Module ohne weiterführende Dienstleistungen verkaufen, differenziert sich Digi durch ein ganzheitliches System-Ökosystem:

  • Vom Prototyp zur Serie ohne Hürden: Durch die Kombination aus Development Kit (inkl. MikroE Click Adaptern & Camera Support) und dem Smart IOMux Tool schrumpft die Evaluierungs- und Design-Phase für das Kunden-Carrier-Board von Monaten auf wenige Wochen.
     
  • Lifecycle-Security statt Einzelprodukt: Dank der Kopplung aus Digi TrustFence, den ConnectCore Cloud Services und der 3-jährigen Hardware-Garantie erwerben Kunden nicht nur eine Baugruppe, sondern eine betriebsbereite, Cyber-Resilience-Act-konforme Gesamtlösung für die nächsten 10–15 Jahre.

 


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