Mehr als nur TVS: Intelligente Schutzkonzepte für moderne Power-Ports

Mit der zunehmenden Verbreitung von USB-C, steigenden Leistungsanforderungen durch USB Power Delivery (PD) und der wachsenden Anzahl exponierter Schnittstellen rückt das Thema Schutzbeschaltung immer stärker in den Fokus moderner Elektronikentwicklung. Spannungen bis 28 V, hohe Einschaltströme sowie empfindliche High-Speed-Datenleitungen stellen Entwickler vor die Herausforderung, robuste und gleichzeitig effiziente Schutzkonzepte zu realisieren – ohne dabei Platzbedarf, Kosten oder Signalintegrität negativ zu beeinflussen.

Klassische TVS-Dioden bilden seit Jahren die erste Verteidigungslinie (wenn man das Layout einer Leiterplatte betrachtet) gegen elektrostatische Entladungen (ESD) und transiente Überspannungen. Doch mit steigenden Anforderungen an Präzision und Leistungsfähigkeit stoßen diese Lösungen zunehmend an ihre Grenzen. Gleichzeitig wächst das Angebot an integrierten Schutz- und Power-Management-ICs, die zusätzliche Funktionen wie Überstromschutz, Spannungsüberwachung oder Power-Path-Steuerung übernehmen.

Vor diesem Hintergrund gewinnt ein ganzheitlicher Ansatz an Bedeutung: Der Schutz moderner Schnittstellen muss heute als Zusammenspiel mehrerer Komponenten verstanden werden – von der schnellen Transientenbegrenzung über die aktive Fehlerabschaltung bis hin zur intelligenten Steuerung von Energieflüssen. Genau hier setzen neue Technologien wie Flat-Clamp TVS-ICs sowie integrierte Protection- und USB-PD-Lösungen an.

Dieser Artikel beleuchtet die Rolle von TVS-Dioden im System, zeigt aktuelle technologische Entwicklungen auf und ordnet neue Lösungen – insbesondere im Kontext von USB-C- und Power-Designs – in das bestehende Wettbewerbsumfeld ein. Darüber hinaus wird aufgezeigt, wie sich durch die Kombination unterschiedlicher Schutz- und Power-Komponenten leistungsfähige, skalierbare Systemarchitekturen realisieren lassen.

Spotlight auf TVS

Transient Voltage Suppression (TVS) Dioden gehören zu den grundlegenden Schutzbauelementen moderner Elektronik. Sie werden eingesetzt, um empfindliche ICs und Schnittstellen zuverlässig vor kurzzeitigen Überspannungen zu schützen, wie sie durch elektrostatische Entladungen (ESD), induktive Lastwechsel (Relais, Motore) oder Surge-Ereignisse durch atmosphärische Einflüsse, Umschalten von Stromversorgungen, stecken unter Last oder lange Leitungen entstehen. Im Normalbetrieb befindet sich eine TVS-Diode in einem hochohmigen Zustand und beeinflusst die Schaltung praktisch nicht. Tritt jedoch eine Spannungsspitze auf, schaltet sie innerhalb von Sub-Nanosekunden in einen niederohmigen Zustand und begrenzt („clamped“) die Spannung auf ein definiertes Niveau, indem sie den Stoßstrom gegen Masse ableitet. 

Technologisch basiert die TVS-Diode auf dem Lawinendurchbruch. Entscheidend für den Entwickler sind dabei Parameter wie Standoff-Spannung (VRWM, Reverse Working Maximum Voltage, beschreibt die höchste dauerhafte Betriebsspannung, die an der TVS anliegen darf, ohne dass sie leitend wird oder in den Schutzmodus eingreift), Durchbruchspannung (VBR) und vor allem die Klemmspannung (VC), die bestimmt, welche maximale Restspannung das zu schützende System tatsächlich sieht. Klassische TVS-Dioden bieten sehr schnelle Reaktionszeiten und hohe Pulsstromfähigkeit, allerdings ist die Klemmspannung vergleichsweise wenig präzise und steigt mit dem Strom deutlich an. 

Flat-Clamps

Vor diesem Hintergrund adressieren die neuen TVS-Lösungen von Kinetic Technologies einen zentralen Zielkonflikt im Schutzdesign: maximale Robustheit bei gleichzeitig möglichst niedriger und stabiler Klemmspannung. Mit den Bausteinen KTS1287 und KTS1289 führt das Unternehmen sogenannte „Flat-Clamp“ TVS-ICs ein, die sich funktional deutlich von klassischen diskreten TVS-Dioden unterscheiden.

Im Gegensatz zur passiven Avalanche-Struktur integrieren diese Bausteine eine aktive Clamp-Regelung, bestehend aus Steuerlogik, Gate-Treiber und Leistungstransistor. Dadurch wird die Spannung während eines ESD- oder Surge-Ereignisses nahezu konstant gehalten („flat clamp“), anstatt wie bei herkömmlichen TVS-Dioden stromabhängig anzusteigen. Das Resultat ist eine signifikant reduzierte Klemmspannung, wodurch nachgelagerte Komponenten weniger Stress ausgesetzt sind und mit geringeren Spannungsreserven spezifiziert werden können. Dies eröffnet direktes Einsparpotenzial auf Systemebene. 

Höhere Integrationsdichte

Ein weiterer Vorteil liegt in der deutlich höheren Integrationsdichte: Die Kinetic-Lösungen kombinieren Schutzfunktion und Leistungsstruktur in einem kompakten WLCSP-Gehäuse, wodurch sich Platzbedarf und parasitäre Effekte reduzieren. Gleichzeitig erreichen sie ESD-Festigkeiten von bis zu ±30 kV sowie Surge-Robustheit bis ±250 V (IEC 61000-4-5), was sie besonders für exponierte Schnittstellen wie USB-C, Power-Delivery-Ports oder industrielle DC-Eingänge qualifiziert.

Für den Entwickler bedeutet dies einen Paradigmenwechsel im Schutzkonzept: Während klassische TVS-Dioden primär als robuste „Last Line of Defense“ fungieren (bei mehrstufigen Schutzkonzepten ist die TVS-Diode die letzte Instanz direkt vor dem empfindlichen Mikroprozessor), ermöglichen Flat-Clamp-ICs eine präzisere Systemauslegung mit engeren Spannungsfenstern, höherer Energieeffizienz und reduzierter Bauteilüberdimensionierung. Insbesondere in Anwendungen mit steigenden Leistungsniveaus und gleichzeitig sinkenden Toleranzen – etwa bei USB-PD (20–28 V), mobilen Endgeräten oder industriellen Interfaces – adressieren diese Lösungen genau die aktuellen Designherausforderungen.

Anders ausgedrückt sind klassische TVS-Dioden wie ein massives, aber etwas ungenaues „Schild“. Man stellt sie dahin, wo es richtig knallt (hohe Ströme). Flat-Clamp-ICs hingegen sind eher wie ein chirurgisches Präzisionsinstrument. Sie fungieren als moderner Ersatz oder Ergänzung, wenn die klassische Diode aufgrund ihrer ansteigenden Klemmspannung den Schutz nicht mehr garantieren kann, weil der zu schützende Chip zu empfindlich geworden ist.

Zusammengefasst erweitern die neuen TVS-ICs von Kinetic das etablierte Schutzkonzept um eine aktive, präzise regelnde Komponente. Sie positionieren sich damit zwischen klassischer diskreter Schutzdiode und komplexeren Schutzschaltungen – und bieten Entwicklern eine leistungsfähige, platzsparende und systemkosteneffiziente Alternative für moderne Hochgeschwindigkeits- und Power-Interfaces.

KTS1287 – Produkthighlights

  • Flat-Clamp TVS-IC für 20V USB-PD (SPR) Anwendungen
  • Surge-Festigkeit bis ±250 V (IEC61000-4-5)
  • ESD-Schutz bis ±30 kV (IEC61000-4-2)
  • Varianten für unterschiedliche Betriebsspannungen (z. B. 23 V, 25 V, 28 V VRWM)
  • Aktive Klemmregelung für reduzierte Peak-Spannung
  • Kompaktes WLCSP (1.66 × 1.56 mm) oder DFN-Gehäuse
  • Pin-kompatibel zum KTS1289

Optimiert für 20 V USB-C / USB-PD Standard Power Range (SPR) Designs.

KTS1289 – Produkthighlights

  • Flat-Clamp TVS-IC für 28V USB-PD (EPR) Anwendungen
  • Surge-Festigkeit bis ±200 V (IEC61000-4-5)
  • ESD-Schutz bis ±30 kV (IEC61000-4-2)
  • VRWM = 33 V, ausgelegt für 28 V Bus-Systeme
  • Maximale Klemmspannung ca. 39 V bei 80 A (8/20 µs)
  • Aktive Clamp-Architektur für konstante Schutzspannung
  • Ultra-kompakte Bauform (WLCSP / DFN)

Speziell für 28 V USB-C Extended Power Range (EPR) ausgelegt.
 

Funktion und Mehrwert im Systemdesign

Beide Bausteine arbeiten mit einer aktiven Regelstruktur, die Überspannungen nicht nur ableitet, sondern aktiv begrenzt. Während klassische TVS-Dioden eine stromabhängige Klemmspannung zeigen, halten KTS1287 und KTS1289 die Spannung „flach“ auf einem definierten Niveau. Dadurch:

  • geringere maximale Stressspannung auf ICs und Kondensatoren
  • bessere Ausnutzung von Bauteiltoleranzen
  • reduzierte Systemkosten durch geringere Spannungsderating-Anforderungen
  • hohe Robustheit gegen bidirektionale ESD- und Surge-Ereignisse

Der integrierte Leistungs-MOSFET übernimmt dabei die Ableitung hoher Stoßströme gegen Masse, gesteuert durch die interne Clamp-Logik. 

Typische Anwendungen

  • USB-C / USB-PD Ports (Source & Sink)
  • DC-Eingänge in Consumer- und Industriegeräten
  • Notebooks, Tablets, Smartphones, Docking Stations
  • Powerbanks, Kameras, Monitore, Embedded-Systeme

Flat-Clamps sind besonders geeignet für Designs mit steigenden Leistungen (20–28 V) und gleichzeitig engen Schutzbudgets. 

Mit KTS1287 und KTS1289 bietet Kinetic Technologies eine neue Generation aktiver TVS-Schutzlösungen, die klassische Dioden durch präzise, flache Klemmcharakteristik, hohe Integrationsdichte und exzellente Robustheit ergänzen – ideal für moderne USB-PD- und Power-Port-Designs.

Wettbewerbslandschaft

Im Wettbewerbsumfeld klassischer Port-Schutzlösungen positionieren sich die Bausteine KTS1287 und KTS1289 von Kinetic Technologies bewusst zwischen zwei etablierten Ansätzen: diskreten TVS-Dioden auf der einen Seite und komplexeren Protection-ICs wie eFuses oder Surge-Stoppern auf der anderen. Während klassische TVS-Dioden durch ihre Robustheit, Geschwindigkeit und Kosteneffizienz überzeugen, zeigen sie eine systembedingte Schwäche im Klemmverhalten: Die resultierende Klemmspannung steigt mit zunehmendem Stoßstrom deutlich an und kann empfindliche nachgelagerte Komponenten erheblich belasten. Protection-ICs wiederum ermöglichen zwar eine präzisere Spannungsbegrenzung, sind jedoch mit höherem Designaufwand, größerem Platzbedarf und zusätzlichen externen Komponenten verbunden.

Genau hier setzen die Flat-Clamp TVS-ICs von Kinetic an. Durch die Integration einer aktiven Regelstruktur kombinieren sie die schnelle Reaktionsfähigkeit klassischer TVS-Dioden mit der Präzision aktiver Schutzschaltungen. Im Ergebnis wird die Spannung während eines Transienten nicht nur abgeleitet, sondern auf einem nahezu konstanten Niveau gehalten. Dieses „flache“ Klemmverhalten stellt einen entscheidenden Unterschied im Benchmark dar, da es die maximale Stressspannung im System signifikant reduziert.

Für den Entwickler ergibt sich daraus ein klarer Systemvorteil: Geringere Klemmspannungen erlauben eine engere Auslegung der Spannungsfestigkeit nachgelagerter Bauteile, wodurch sich Überdimensionierungen vermeiden und Gesamtkosten auf Systemebene senken lassen. Gleichzeitig profitieren Designs von der hohen Integrationsdichte und dem kompakten Footprint der Bausteine, wodurch parasitäre Effekte minimiert und Layoutanforderungen vereinfacht werden.

Insbesondere in modernen Anwendungen wie USB-C- und USB-Power-Delivery-Schnittstellen mit Spannungen bis 28 V verschärft sich der Zielkonflikt zwischen Robustheit und präzisem Schutz zunehmend. Während konventionelle TVS-Dioden hier an ihre Grenzen stoßen, bieten die Kinetic-Lösungen durch ihre Flat-Clamp-Architektur eine skalierbare und zukunftssichere Alternative. Sie ermöglichen eine präzisere, effizientere und zugleich platzsparende Umsetzung von Schutzkonzepten und etablieren sich damit als leistungsfähige Brückentechnologie zwischen diskreten Schutzbauelementen und vollintegrierten Protection-ICs.

Technische Synergien

Im Kontext moderner USB-C-, Power-Delivery- und DC-Port-Designs endet die Schutzbeschaltung nicht bei der TVS-Diode oder einem Flat-Clamp-IC. Vielmehr ergibt sich auf Systemebene ein Zusammenspiel mehrerer Funktionsblöcke, aus dem sich gezielt technische Synergien ableiten lassen, um nicht nur Einzelkomponenten, sondern komplette, abgestimmte Schutz- und Power-Architekturen anzubieten.

Ein zentraler Baustein im Umfeld von TVS- und Flat-Clamp-Lösungen sind eFuses und Protection Switches. Diese übernehmen Aufgaben wie Überstromschutz, Einschaltstrombegrenzung (Inrush Control) sowie das sichere Abschalten bei Fehlerzuständen. Während eine TVS den transienten Energieeintrag begrenzt, sorgt die eFuse für die kontrollierte Trennung des Systems bei anhaltenden Fehlbedingungen. In Kombination entsteht ein zweistufiges Schutzkonzept aus schneller Transientenabwehr und nachhaltiger Fehlerkontrolle.

Eng damit verknüpft sind Overvoltage Protection (OVP)-ICs. Diese detektieren Überspannungen oberhalb definierter Schwellenwerte und trennen die Last aktiv vom Eingang. Besonders in USB-PD- oder Industrieanwendungen mit variablen Versorgungsspannungen entsteht hier eine klare Synergie: Die TVS begrenzt schnelle Spannungsspitzen im Nanosekundenbereich, während das OVP-IC auf langsamere, aber potenziell gefährlichere Überspannungszustände reagiert. Das Zusammenspiel beider Komponenten erhöht die Gesamtrobustheit signifikant.

Ein weiteres wichtiges Feld sind Load Switches und Power Path Controller. Diese Bausteine ermöglichen das gezielte Schalten und Verteilen von Versorgungsspannungen innerhalb eines Systems. In Kombination mit Schutz-ICs lassen sich damit intelligente Power-Management-Strukturen realisieren, etwa für Hot-Plug-Fähigkeit, Priorisierung von Energiequellen oder kontrolliertes Power-Sequencing. Gerade bei USB-C-Designs mit Source- und Sink-Funktion sind solche Lösungen essenziell.

Für Hochgeschwindigkeitsschnittstellen ergänzt sich der Port-Schutz durch dedizierte ESD-Arrays für Datenleitungen. Diese sind hinsichtlich Kapazität und Signalintegrität optimiert und schützen differenzielle Leitungen wie USB 3.x, HDMI oder DisplayPort, ohne das Signal zu beeinträchtigen. Hier ergibt sich eine klare funktionale Trennung: Während leistungsfähige TVS- oder Flat-Clamp-ICs die Versorgungsschiene (VBUS) absichern, übernehmen Low-Capacitance-Arrays den Schutz der sensiblen Datenpfade.

Darüber hinaus spielen auch passive Komponenten eine wichtige Rolle im Gesamtkonzept. Hochwertige Keramikkondensatoren (MLCCs) dienen zur Glättung und Energieaufnahme bei Transienten, während Ferrite und Induktivitäten zur EMV-Optimierung beitragen. In Verbindung mit aktiven Schutzbausteinen lassen sich so sowohl elektrische Robustheit als auch elektromagnetische Verträglichkeit gezielt verbessern.

Nicht zuletzt ergeben sich Synergien im Bereich USB-C-Controller und Interface-ICs. Diese steuern Power Delivery, Kabelerkennung und Rollenverteilung (Source/Sink). In Kombination mit Schutz- und Power-Path-Bausteinen entsteht eine vollständige, integrierte Portlösung, bei der alle Komponenten optimal aufeinander abgestimmt sind.

Zusammengefasst zeigt sich, dass TVS- und Flat-Clamp-Lösungen nur ein Teil einer umfassenden Schutz- und Power-Architektur sind. Das eigentliche Potenzial liegt in der intelligenten Kombination mit eFuses, OVP-ICs, Load Switches, Datenleitungs-Schutzarrays und passiven Komponenten. Für Entwickler bedeutet dies eine höhere Systemsicherheit und Designflexibilität.

Synergien im TOPAS-Portfolio

Im Portfolio der TOPAS AG ergänzen sich mit Kinetic Technologies, Silergy und ETEK Microelectronics drei Hersteller mit unterschiedlichen technologischen Schwerpunkten im Bereich Schutzbeschaltung. Gemeinsam bilden sie ein breit abgestütztes Angebot, das von klassischen diskreten TVS-Dioden bis hin zu hochintegrierten Protection-ICs reicht und damit eine durchgängige Abdeckung moderner Port- und Power-Schutzanforderungen ermöglicht.

Während Kinetic mit seinen Flat-Clamp-Ansätzen eine neue Kategorie aktiver TVS-ICs adressiert, stehen Silergy und ETEK stärker für klassische, hochoptimierte Schutzkomponenten sowie skalierbare Schutzplattformen. Insbesondere im Bereich diskreter und arraybasierter TVS-Dioden bieten beide Hersteller ein sehr breites Portfolio für unterschiedlichste Schnittstellen und Spannungsbereiche.

Silergy positioniert sich dabei klar im High-Performance-Segment für ESD- und Surge-Schutzlösungen. Die Bausteine zeichnen sich durch extrem niedrige Kapazitäten im Sub-pF-Bereich, geringe Klemmspannungen und hohe Robustheit aus und sind speziell für hochfrequente und schnelle Dateninterfaces optimiert. Typische Anwendungen reichen von USB, HDMI und RF-Schnittstellen bis hin zu Automotive- und Industrieanwendungen. Silergy hebt dabei insbesondere die Kombination aus Miniaturisierung, hoher Schutzwirkung und systemvalidierten Lösungen hervor, die eine schnelle Integration in bestehende Designs ermöglicht. 

Ein Beispiel sind ultra-low-capacitance TVS-Dioden mit Kapazitäten bis hinunter zu etwa 0,15 pF und gleichzeitig hoher Surge-Festigkeit, wodurch sich diese Bausteine besonders für High-Speed-Schnittstellen wie USB3.x, HDMI oder USB-C eignen. 

Auch ETEK Microelectronics verfolgt wie Silergy einen breiteren Systemansatz und bietet neben klassischen TVS-Dioden ein umfassendes Portfolio an Power-Protection-Bausteinen. Dazu zählen neben TVS auch OVP-ICs, eFuses, Load Switches und Current-Limit-Schalter, wie sie auch bei Silergy zu finden sind. Die TVS-Produkte sind dabei klar nach Applikation segmentiert, etwa für VBUS-, VBAT- oder High-Speed-Datenleitungen (z. B. HDMI/DisplayPort oder USB Type-C CC/SBU). 

Diese klare Applikationsfokussierung erleichtert die Bauteilauswahl erheblich und ermöglicht es Entwicklern, gezielt optimierte Schutzlösungen für spezifische Schnittstellen einzusetzen. Gleichzeitig erlaubt das breite Portfolio eine konsistente Schutzarchitektur über das gesamte System hinweg – von der Datenleitung bis zur Stromversorgung.
Kinetic Technologies ergänzt dieses Spektrum um eine stärker integrierte und funktionsorientierte Sicht auf das Thema Schutz. Neben den bereits beschriebenen Flat-Clamp TVS-ICs umfasst das Portfolio auch Overvoltage-Protection-ICs, Load Switches mit integrierter Schutzfunktion sowie USB-spezifische Schutzlösungen. Diese Bausteine kombinieren Schutzfunktionen mit aktiver Steuerung, etwa zur kontrollierten Zuschaltung von Lasten, zur Begrenzung von Einschaltströmen oder zur Isolation bei Fehlbedingungen.
Mit der Erweiterung um die USB-PD-Controller aus dem ETEK-Portfolio entwickelt sich das Schutzkonzept konsequent zur vollständigen Systemlösung. Während TVS- und Protection-ICs die elektrische Robustheit sicherstellen, übernimmt der PD-Controller die intelligente Steuerung von Spannung, Strom und Rollenverhalten im System.

Im Zusammenspiel ergibt sich daraus ein klar strukturierter Lösungsbaukasten:

  • PD Controller (ETEK):
    Aushandlung von Spannung/Leistung, Rollenmanagement, Protokollsteuerung 
     
  • Diskrete TVS / ESD-Dioden (Silergy, ETEK):
    Schnelle Transientenbegrenzung (ESD, Surge), optimiert für Geschwindigkeit, geringe Kapazität und kosteneffizienten Basisschutz
     
  • Applikationsspezifische TVS-Arrays (Silergy, ETEK):
    Maßgeschneiderter Schutz und Signalintegrität für High-Speed-Interfaces und Power-Ports. 
     
  • Integrierte Protection-ICs (ETEK, Kinetic, Silergy):
    Aktive Systemabsicherung. Erweiterte Funktionen wie OVP, eFuse, Current Limiting
     
  • Aktive Flat-Clamp TVS-ICs (Kinetic):
    Präzise, systemoptimierte Spannungsbegrenzung mit minimalem Stress für nachgelagerte Komponenten


Ergebnis: eine vollständige End-to-End-Portlösung vom Stecker bis zur Last; es entsteht daraus eine klar strukturierte Architektur mit optimal aufeinander abgestimmten Funktionsblöcken. Für den Entwickler und Einkäufer bedeutet diese Herstellerkombination innerhalb eines Distributors vor allem eines: Designfreiheit bei gleichzeitig konsistenter Beschaffungsstrategie. Je nach Anwendung, Kostenrahmen und Performance-Anforderung kann zwischen diskreten, arraybasierten und integrierten Schutzlösungen gewählt werden – ohne den Herstellerkontext verlassen zu müssen.

TOPAS Portfolio – Schutz- und Power-Lösungen im Überblick

Diese strukturierte Portfolioübersicht verdeutlicht den systematischen Ansatz:

Von der schnellen Transientenabwehr über aktive Schutzmechanismen bis hin zur intelligenten Leistungssteuerung deckt das TOPAS-Portfolio alle relevanten Ebenen moderner Port- und Power-Architekturen ab.

Damit positioniert sich TOPAS AG nicht nur als Bauteillieferant, sondern als Anbieter eines abgestimmten Schutzportfolios, das sowohl klassische als auch innovative Ansätze abdeckt und gezielt auf die Anforderungen moderner Elektroniksysteme – von High-Speed-Daten bis High-Power-Interfaces – zugeschnitten ist.

Fazit

Zusammenfassend zeigt sich, dass moderne Schutzkonzepte für USB-C-, Power-Delivery- und DC-Port-Anwendungen weit über den Einsatz einzelner TVS-Dioden hinausgehen. Die steigenden Anforderungen an Leistungsdichte, Schnittstellengeschwindigkeit und Zuverlässigkeit erfordern ein ganzheitliches Systemverständnis, bei dem Schutz, Steuerung und Energieverteilung eng ineinandergreifen. Klassische TVS-Dioden bleiben dabei ein unverzichtbarer Bestandteil für den Basisschutz, stoßen jedoch bei höheren Spannungen und engeren Toleranzen zunehmend an ihre Grenzen.

Mit den Flat-Clamp TVS-ICs von Kinetic Technologies steht Entwicklern eine leistungsfähige Alternative zur Verfügung, die schnelle Reaktionszeiten mit präziser Spannungsbegrenzung kombiniert und damit neue Freiheitsgrade im Systemdesign eröffnet. Ergänzt durch die breit aufgestellten Portfolios von Silergy und ETEK – von diskreten ESD- und Surge-Schutzlösungen über eFuses und OVP-ICs bis hin zu USB-PD-Controllern – entsteht ein skalierbarer Lösungsbaukasten für nahezu alle Anforderungen moderner Elektroniksysteme.

Der eigentliche Mehrwert liegt dabei in der intelligenten Kombination dieser Komponenten: Erst im Zusammenspiel von TVS, Protection-ICs, Power-Management und Protokollsteuerung entsteht eine robuste, effiziente und zukunftssichere Gesamtarchitektur. Für Entwickler bedeutet dies höhere Designflexibilität, reduzierte Systemkosten und eine verbesserte Zuverlässigkeit über den gesamten Lebenszyklus hinweg.

Wer heute leistungsfähige und gleichzeitig kompakte USB-C- oder Power-Designs realisieren möchte, betrachtet den Schutz nicht isoliert, sondern versteht ihn als integralen Bestandteil der Systemarchitektur. Innovative Ansätze wie die Flat-Clamp-Technologie erweitern dabei das klassische Designrepertoire und ermöglichen eine präzisere und effizientere Umsetzung moderner Schutzkonzepte.

Die TOPAS AG unterstützt Sie dabei, genau die passende Schutz- und Power-Lösung für Ihre Anwendung zu finden – von der diskreten TVS-Diode bis zur vollständig integrierten USB-C-Systemarchitektur. Profitieren Sie von einem abgestimmten Herstellerportfolio, fundierter Applikationsberatung und praxisnahen Lösungsvorschlägen. Sprechen Sie uns an – gemeinsam optimieren wir Ihr Design hinsichtlich Performance, Robustheit und Kosten.