Einführung in Analoge Front-End ICs (AFE)
Die Verarbeitung eines kleinen Signals von einem Sensor ist keine einfache Aufgabe, da die wertvollen Daten, die wir erhalten möchten, häufig von Rauschen und Störungen überlagert werden.
Es sind mehrere Schritte erforderlich, um das Signal so aufzubereiten, dass es für die Digitalisierung und Verarbeitung geeignet ist. Dies kann natürlich mit verschiedenen einzelnen ICs erfolgen, jedoch ist ein AFE-IC wesentlich effizienter, da alle erforderlichen Werkzeuge bereits in einem einzigen IC enthalten sind und dieser einen wesentlich geringeren Platzbedarf auf der Leiterplatte hat.
In der Regel enthält er einen Analog-Digital-Wandler (ADC) oder einen programmierbaren Verstärker (PGA) zur Verstärkung kleiner Spannungen oder Ströme, gefolgt von einem Hochpass-, Tiefpass- oder Bandpassfilter zur Entfernung unerwünschter Störgeräusche und Interferenzen. Viele AFEs bieten programmierbare Verstärkungseinstellungen, Eingangsimpedanzoptionen und Offset-Korrektur, um sich an verschiedene Sensortypen (z. B. Widerstandsbrücken, Fotodioden, Thermoelemente, elektrochemische Sensoren) anzupassen.
Zu den zusätzlichen AFE-Funktionen gehören Referenzspannungsgeneratoren, Erregerstrom-/Spannungsquellen für Sensoren sowie Diagnose- oder Kalibrierungsbetriebsmodi. Das Ziel besteht darin, die Signalintegrität und den Dynamikbereich zu maximieren und gleichzeitig Rauschen, Verzerrungen und Stromverbrauch zu minimieren. Auf diese Weise erhält der nachgeschaltete Mikrocontroller oder DSP eine saubere, genaue digitale Darstellung der physikalischen Messung.
